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Neben Rechtspflegerinnen vom AG Fürstenwalde selbst, traten auch Kolleginnen und Kollegen der Amtsgericht Frankfurt (Oder), Neuruppin, Nauen, Königs Wusterhausen, Bad Freienwalde, Potsdam, Bernau sowie aus der Justizakademie und vom OLG Brandenburg die Reise nach Fürstenwalde an, um sich zu informieren und auszutauschen.

 

Bei leckerem griechischen Essen und guter Stimmung berichtete der Vorstandsvorsitzende Marc Gernert u.a. von einem Treffen mit dem Brandenburgischen Justizminister. Bei diesem Treffen machte der Minister deutlich, dass er der vom BDR angestrebten Vertrauensarbeitszeit für Rechtspfleger positiv gegenübersteht. Geplant ist der Start eines Pilotprojektes in einem der größeren Amtsgerichte Anfang 2011.

 

Außerdem teilte der Minister mit, dass das Thema Gerichtsschließungen vom Tisch sei und augenblicklich keinerlei diesbezügliche Bestrebungen anstehen. Auch die Schaffung eines zentralen Grundbuchamtes in Wünsdorf stehe nicht mehr zur Debatte.

 

Anschließend informierten Marc Gernert und Karsten Ruhnow vom Vorstand über die aktuellen Erwägungen zu den "neusten" Beurteilungsrichtlinien. Für diese abermaligen Veränderungen innerhalb kurzer Zeit fehlte allen Anwesenden das Verständnis - offenbar eine Geschichte ohne Ende.

 

Ein weiteres Problem, bei dem der BDR in Brandenburg Klärungsbedarf sieht, ist die noch immer in der Praxis zu findende Ansicht, dass verschiedene Pensen weniger wert sind als andere. Deshalb sprach Marc Gernert in dieser Angelegenheit unter der Überschrift: "Rechtsantragstelle – ein unterbewertetes Pensum". Das Problem war offenbar allen Erschienenen bestens bekannt und bewusst. Hier soll eine Initiative des BDR zur Besser- bzw. Gleichbewertung gestartet werden.

 

Am Ende wurde noch das Thema "Schaffung eines Personalpools - Verwaltung" für die spätere Übernahme einer Leitungsfunktion in der Justizverwaltung angesprochen. Einigen Amtsgerichten wurden bereits Schreiben übersandt, in welchen die Kolleginnen und Kollegen aufgefordert werden, sich zu äußern, ob sie Interesse an der Aufnahme in diesen Personalpool haben. Es wurde darauf hingewiesen, dass für solche Schreiben noch keine Grundlage besteht, da bislang die notwendige Zustimmung des Bezirkspersonalrates aussteht.

 

Wo und wann der nächste Rechtspflegerstammtisch stattfindet, steht noch nicht fest. Fest steht aber, dass diese regelmäßigen Treffen immer mehr Anklang finden und damit eine gute Möglichkeit geschaffen wird, auch Kolleginnen und Kollegen von anderen Gerichten kennen zu lernen.