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Tarifabschluss 2017 - Übernahme für Beamte !? – „Bündnis für die Justiz“

 

Die Tarifparteien haben sich vor kurzem auf den Abschluss eines neuen Tarifvertrags geeinigt, der moderate Lohnerhöhungen (4,32 % in zwei Schritten) und Verbesserungen für einige Beschäftigtengruppen (Lehrer/innen) vorsieht. Aufgrund der langen Laufzeit von 24 Monaten können die Gewerkschaften und Verbände aber kaum von einem guten, allenfalls von einem vernünftigen Ergebnis sprechen.

 

Bild von Kundgebung 

Der BDR Brandenburg hat dabei die Tarifbeschäftigten bei ihrem Tarifkampf unterstützt und u.a. an der „Aktiven Mittagspause“ vor dem Justizzentrum Potsdam teilgenommen.


Wann und wie der Tarifabschluss auf die Beamtinnen und Beamten übertragen wird, ist derzeit noch unbekannt. Aus der „Aktiven Mittagspause“ heraus zeichnet sich ab, dass alle Verbände und Gewerkschaften der Justiz künftig enger zusammenarbeiten und ein „Bündnis für die Justiz“ bilden wollen. Gehaltserhöhungen sind wichtig und auch mehr als verdient, aber die verfehlte Personalpolitik in der Justiz – dabei sind wir Rechtspflegerinnen und Rechtspfleger alles in allem (noch!) gut aufgestellt! – zwingt alle Verbände und Gewerkschaften noch stärker dazu, gemeinsam zu handeln.

 

Rede auf Kundgebung 

Brandenburg bezahlt seinen öffentlichen Dienst deutlich schlechter als andere Länder oder der Bund. Warum sollte also ein/e gute/r Juraabsolvent/in in Brandenburg Richter/in werden? Wer will noch eine Ausbildung zur/zum Justizfachangestellten machen, wenn andere Länder besser bezahlen und sofort nach Ausbildungsende unbefristete Arbeitsverhältnisse anbieten? Diese Fragen gilt es rasch zu beantworten und Abhilfe zu schaffen, so dass die Justiz des Landes Brandenburg zukunftsfähig ist.
Es ist geplant, dass noch im Frühjahr die Vertreter der Verbände und Gewerkschaften zu einem ersten Treffen zur Initiierung des „Bündnis für die Justiz“ zusammenkommen.

(MG)

 

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